Interessiert es Sie, welche Programme ich im Zusammenhang mit dem Internet im Einsatz habe? Mit welchen Tools ich mir mein Leben erleichtere?
Hier verrate ich Ihnen 3 von meinen Lieblings-Internet-Tools, die ich im Zusammenhang mit meiner schreibenden Tätigkeit und der Verwaltung von Inhalten offline und online (Webseiten) verwende.
Ich schreibe beruflich sehr viel. Ob Texte für Blog-Artikel, für Internet-Seiten, Produktbeschreibungen, Werbetexte, Seminarkonzepte und Seminarskripten. Derzeit schreibe ich auch an einem Buch. In den letzten Jahren wurde meine Schreibarbeit immer mehr.
Zwei Jahrzehnte habe ich mich mit dem „Terroristen-Schreibsystem“ – „hin und wieder ein Anschlag auf der Tastatur“ – begnügt. Für meine damaligen Bedürfnisse reichte meine Schreibgeschwindigkeit. Wenn mich jemand fragte, ob es nicht gut wäre, das 10-Fingersystem zu lernen, sagte ich immer: „Nein, die Geschwindigkeit reicht mir. Ich kann während dem Schreiben gut nachdenken. Würde ich schneller schreiben, könnte mein Denkapparat nicht mithalten.“ Das stimmte bis letztes Jahr.
Je mehr ich schrieb, umso mehr bekamen meine Gedanken Flügel und flogen immer schneller. Aber mein Schreibtempo hielt nicht mit und wurde zum Bremsklotz. Meine Gedanken hätten sozusagen im Turbo-Gang unterwegs sein können, meine Finger lieferten aber nicht mehr als den zweiten bis dritten Gang.
So wusste ich: Wenn ich schneller vorankommen will, muss ich das 10-Fingersystem lernen. Ich habe es zuerst mit verschiedenen Anleitungen probiert. Ich habe mich redlich bemüht. War mühsam. Hat keinen Spaß gemacht.
Dann fand ich ein geniales Internet-Tool. Und das ist nun mein erster Tipp.
Die Anwendung macht richtig Spaß. Ja ehrlich! Man tritt mit sich selbst in Konkurrenz und freut sich, wenn die Finger immer schneller über die Tastatur fliegen.
Die Teilnahme ist prinzipiell kostenlos. Tom Thielicke, der dieses System entwickelt hat, bittet um eine Spende, um das Projekt zu finanzieren. Das Programm gibt es als Download oder als Online-Version. Ich habe die Online-Version gewählt.
Die Tasten werden farbig angezeigt, sodass man schnell lernt, welcher Finger für welche Taste zuständig ist. Man bekommt auch die Wege von einer Taste zur anderen optisch angezeigt. Es gibt eine Statistik, die den Lernfortschritt anzeigt. Wenn man gespendet hat, gibt es als Dankeschön ein Tippspiel.
Mit diesem System habe ich das 10-Finger-System gelernt. Naja, ich bin noch nicht perfekt. Derzeit freue ich mich, wenn ich bei der Bewertung 50 Punkte und somit „Brauchbare Leistung“ erreiche. Meine Schreibgeschwindigkeit ist dabei schon enorm (190 Anschläge pro Minute), aber ich mache noch zu viele Fehler. Macht aber nichts. Ich übe jeden oder zumindest jeden zweiten Tag 10 bis 15 Minuten und verbessere mich auf diese Art und Weise laufend. Ich mache die Übungen gerne zwischendurch – statt Sudoku-Rätsel lösen … 🙂
Früher habe ich mich mit den üblichen Schreibprogrammen herumgeplagt. Wenn man nur 20 Seiten zu schreiben hat, ist das noch akzeptabel. Wenn es aber mehr Seiten werden, wird es schnell unübersichtlich.
Was habe ich doch seitenweise Texte ausgedruckt, um einen Überblick über die Inhalte zu haben. Dann habe ich eine Sortierung festgelegt. Dann im Textverarbeitungsprogramm gescrollt, gescrollt … den Text gefunden, ausgeschnitten, gescrollt, gescrollt … an einer anderen Stelle eingefügt. Ich erinnere mich mit Schaudern an diese dunklen Zeiten ;-).
Dann habe ich Scrivener entdeckt und mein Berufsleben wurde um einiges vereinfacht. Hier also meine Empfehlung, wenn Sie viel und/oder lange Texte zu schreiben haben:
> scrivener.com: Version auf deutsch für Windows-User; für Mac-User: im App-Store nach „Scrivener“ suchen
Mit Scrivener verwalte ich ganze Schreibprojekte. Meine Blogartikel, meine Seminarinhalte, meine Schreibaufträge aller Art, mein Buch. Alle Texte, alles Recherche-Material, alle meine Ideen, meine fertigen Manuskripte sind an einer Stelle in je einer Scrivener-Datei gesammelt.
Ich sammle erste Ideen auf der „Pinnwand“ von Scrivener. Die Kapitel organisiere ich in „Ordnern“. Dann sammle ich Stichworte. Aus diesen mache ich Absätze. Jeder Absatz ist in einem „Dokument“ in Scrivener. Ich gruppiere die Dokumente in den Kapiteln/Ordnern.
Einen Absatz verschieben? Einfach mit der Maus an eine andere Stelle ziehen. Einen Absatz in einem anderen Artikel verwenden? Einfach duplizieren und an die entsprechende Stelle ziehen. Ein Schreibprojekt wird ausgeweitet? Einfach neue Ordner anlegen. Verschiedene Ansichtsmöglichkeiten verhelfen zu einem größeren Überblick oder zur Konzentration auf das Wesentliche – wie man es gerade braucht.
Ja, es war eine Umstellung, bis ich mich vom üblichen „Schreibprogramm-Denken“ auf Scrivener umgestellt habe. Aber die Umstellung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich brauche nun keinen Drucker mehr, um mir einen Überblick über meine umfangreichen Inhalte zu schaffen. Ich habe meine Texte gut organisiert, ich finde jeden einmal erstellten Artikel schnell wieder. Mein schreibendes Berufsleben kann ich mir ohne Scrivener gar nicht mehr vorstellen.
Ich bin jetzt mittlerweile seit über 15 Jahren im Web-Business tätig. In 15 Jahren habe ich sehr viele verschiedene Entwicklungen erlebt. Da die technische Umsetzung von Webseiten in der „Webseiten-Programmiersprache“ HTML für mich kein Problem darstellt, habe ich mich lange dagegen gesträubt, mich mit CMS-Systemen zu beschäftigen. (Die Kenner wissen: HTML ist „nur“ eine „Seitenbeschreibungssprache“, keine „echte“ Programmiersprache …
Falls Sie wirklich – nicht sehr wahrscheinlich – mehr über das fade Thema HTML wissen möchten, verweise ich auf den Wikipedia-Artikel.
CMS steht für „Content Management System“, also für „Inhaltsverwaltungssystem“. Man kann damit Inhalte auf Webseiten verwalten – also erstellen und ändern. Mit Inhalten sind vor allem Texte gemeint. Aber auch Bildmaterial und Videos kann man hinzufügen. (Hier dazu ausführlich der Wikipedia-Artikel zum Thema Content-Management-System.)
Nun man kann aber auch Inhalte auf Webseiten ohne CMS-System verwalten. Was ist nun der Unterschied zwischen Verwendung eines CMS-System und keiner Verwendung eines solchen Systems? Mit Hilfe eines CMS-Systems können auch „Nicht-HTML-Eingeweihte“ Inhalte auf Webseiten verwalten. Sie brauchen dann nicht bei jeder Änderung einen Internet-Programmierer. Sie können das selbst erledigen. Das spart Ihnen Zeit und Kosten. Es geht ähnlich einfach wie Texte schreiben und Verwalten mit einem üblichen Textverarbeitungsprogramm.
Daher rate ich Ihnen: Suchen Sie sich unbedingt einen Web-Designer oder eine Web-Designerin, die Ihnen Ihre Webseite mit einem CMS-System realisiert. Meine Empfehlung hierfür ist das folgende Internet-Tool:

Es gibt verschiedene CMS-Systeme. Ich verwende seit zwei Jahren WordPress. Die Verwendung ist sogar kostenlos. Es gibt unzählige vorgefertigte Designs, aus denen man wählen kann. Viele Designs sind ebenfalls kostenlos, manche sind kostenpflichtig. Die Kosten liegen jedoch meist unter 100 Euro. Ein erfahrener Designer kann Ihnen auch ein spezielles Design erstellen oder ein ausgewähltes Design anpassen.
Im Internet findet man oft den Hinweis: „Mit WordPress selbst ganz einfach und kostenlos Webseiten erstellen“. Wenn Sie technik-affin sind und viel Zeit haben, dann ist das vielleicht für Sie der richtige Weg. Wenn Sie das nicht sind, kann ich Ihnen nur raten: Lassen Sie die Finger davon und suchen Sie sich jemand, der oder die etwas von der Materie versteht und diese Arbeit für Sie routiniert erledigen kann. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Aufgaben: Jene Hülle, die Ihre Webseite darstellt, mit echt gutem Inhalt zu füllen.
Meine 3 Empfehlungen, wenn Sie viele Texte schreiben: